Geschichte der Mühlen und Hämmer im Landkreis Roth:

Über 650 Jahre altes Mühlenanwesen war einst eines der großen Frankens

141 Jahre im Besitz der Familie Fleischmann - 1952 erstmals Gastwirtschaft

Fünf Jahre Speiselokal „Brotzeitstube Fuchsmühle“

Die Fuchs- oder Nusshackenmühle an der Roth - ein beliebtes Ausflugsziel

Die ersten warmen Sonnenstrahlen 2002 wurden zum Oster-Familienausflug zur Fuchsmühle genutzt. Peter Prost! Bild: Irmgard Prommersberger, Unterrödel.
Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Roth gab es einst über hundert Mühlen. Allein an der 20 Kilometer langen Roth mit ihren Seitenbächen lagen über 30 Wasserwerke mit verschiedenen Nutzungen. Alte Mühlenanwesen haben als Baudenkmäler überörtliche Bedeutung, da solche Anlagen die Wirtschaftsgeschichte der Region entscheidend prägten.
Wassermühlen folgen oft im Abstand von wenigen Kilometern dicht an Bach- oder Flussläufen oder sie liegen verschwiegen mitten im Wald abseits der Orte. Eine dieser Waldmühlen ist die „Fuchsmühle, die auch die Nusshackenmühle genannt würdt, an der Roth gelegen“, bei Unterrödel am alten Kirchenweg Zell - Hofstetten.
 Die erste bekannte Urkunde zu dieser Mühle ist datiert vom 25. Juli 1350, als Konrad Weit seinen Anteil an der Nusshackenmühle an Konrad I. von Heideck (1313-1357) verkaufte. Wobei das Mühlenanwesen wahrscheinlich schon vorher bestand. 1437 erhielt Konrad II. von Heideck (1425-1471) diese Mühle in einer Erbteilung zugesprochen. 1455 musste er seine Herrschaft für 50 000 fl. (Gulden) an Herzog Ludwig von Bayern verpfänden. Mit Konrads Tod fiel das Pfandgebiet an Bayern-Landshut und kam 1505 durch eine Erbteilung zu Pfalz-Neuburg.
So sah Georg Hetzelein die Mühle 1985 im Buch Mühlen und Hämmer im Landkreis Roth.

Dann fließen die Quellen zur Geschichte der Fuchsmühle spärlich, erst in der Zeit der Verpfändung der Pfalz-Neuburger Ämter Allersberg, Heideck und Hilpoltstein an die Reichsstadt Nürnberg (1542-1585) erscheint die Mühle 1544 als zu verwaltendes Gut im Salbuch (Grundbuch) des Almosenamtes der Reichsstadt Nürnberg mit dem Namen „Fuchsmühle“ wieder. 1585 finden wir einen Paulus Jahrsdorfer im Zusammenhang mit dieser Mühle. Namenswechsel waren für Mühlen nichts außergewöhnliches, sie erhielten oft mit neuen Besitzern oder Betreibern eine andere Bestimmung oder Namen. Heute trägt das Mühlanwesen die Haus-Nummer 1 des Stadtteiles Fuchsmühle. 1973 wurde die Mühle mit der Gemeinde Hofstetten in die Stadt Hilpoltstein eingemeindet. Diese ist jetzt für die Straßen zur Fuchsmühle verantwortlich!
Ansicht auf der Vogelkarte von 1604: Unterrödel, Rothenmühle, Fuchsmühle und Hofstetten.